
Förderprogramm
Dieses Projekt wird vom Europäischen Sozialfonds Plus (ESF+) der Europäischen Union gefördert.


Hintergrund
Die STEP-Technologien adressieren zentrale Herausforderungen der Energiewende wie Versorgungssicherheit, Systemstabilität und den effizienten Einsatz begrenzter Ressourcen. Wissenschaftlich gelten Wasserstoff, Energiespeicher und systembezogene Effizienz als Schlüsselbausteine eines integrierten, klimaneutralen Energiesystems. KMU in Deutschland profitieren durch frühzeitigen Zugang zu belastbarem Technologie-Wissen, realistisch eingeordnete Nutzungspotenziale und neue industrielle Entwicklungspfade. Die Angebote zum Wissenstransfer stehen Netzwerkmitgliedern kostenfrei zur Verfügung.
Die thematischen Schwerpunkte sind:
- Dezentrale Wasserstoffbereitstellung
- Energiespeichertechnologien
- Energiesystembezogene Energieeffizienztechnologien

Zielsetzung

Cluster a): Dezentrale Wasserstoffbereitstellung
Der Wissenstransfer von Hochschulen zu kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) ist ein wesentlicher Faktor für den Aufbau einer wettbewerbsfähigen europäischen Wasserstoffwirtschaft. Ziel ist es, aktuelles wissenschaftliches und technologisches Wissen systematisch in die Praxis zu überführen und damit die Grundlage für Innovation, industrielle Umsetzung und Skalierung zu schaffen.
Im Mittelpunkt steht die dezentrale Wasserstoffbereitstellung als wichtiger Baustein des laufenden Wasserstoffhochlaufs in Europa. In der aktuellen Entwicklungsphase besteht ein besonderer Bedarf an qualifizierter Wissensvermittlung zu den technologischen Grundlagen, zur Entwicklung und zur Herstellung entsprechender Systeme. Projekte im Rahmen von STEP-Technologien bereiten bestehende und neue Ansätze strukturiert auf und machen technologische Optionen sowie deren Nutzungspotenziale transparent und vergleichbar.
Ergänzend werden die strategischen und rechtlichen Rahmenbedingungen auf europäischer und nationaler Ebene eingeordnet. Diese ganzheitliche Wissensvermittlung unterstützt KMU dabei, technologische Entwicklungen realistisch zu bewerten, Innovationspfade einzuordnen und den Wasserstoffhochlauf fundiert mitzugestalten.
Cluster b): Energiespeichertechnologien
Energiespeichertechnologien sind ein zentraler Baustein für die Stabilität und Flexibilität eines zunehmend erneuerbaren Energiesystems in Europa. Mit dem wachsenden Anteil fluktuierender Energieerzeugung steigt der Bedarf an belastbarem, technologieübergreifendem Wissen. Der gezielte Wissenstransfer von Hochschulen zu kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) ist daher von besonderer Bedeutung.
Im Mittelpunkt steht die Vermittlung von Grundlagenwissen zur Entwicklung und Herstellung unterschiedlicher Energiespeichertechnologien sowie deren Einordnung nach Reifegrad und Systemfunktion. Projekte im Rahmen von STEP-Technologien bereiten die technologische Vielfalt strukturiert auf und machen Nutzungspotenziale im Energiesystem transparent, ohne sich auf konkrete Anwendungen zu verengen.
Auf diese Weise wird ein gemeinsames Verständnis technologischer Optionen geschaffen, das KMU dabei unterstützt, Innovationspfade realistisch zu bewerten und zur Weiterentwicklung einer leistungsfähigen europäischen Speicherlandschaft beizutragen.
Cluster c): Energiesystembezogene Energieeffizienztechnologien
Energiesystembezogene Energieeffizienztechnologien leisten einen wesentlichen Beitrag zur Reduktion des Gesamtenergiebedarfs und zur Steigerung der Leistungsfähigkeit integrierter Energiesysteme. Im Fokus stehen dabei nicht einzelne Komponenten, sondern das Zusammenspiel von Erzeugung, Umwandlung, Speicherung und Verbrauch über verschiedene Sektoren hinweg. Für die Weiterentwicklung solcher Ansätze ist ein fundiertes, systemisches Technologieverständnis erforderlich.
Projekte in diesem Bereich zielen auf die Vermittlung von Wissen zu Methoden, Technologien und Konzepten, die Effizienzpotenziale auf Systemebene erschließen. Dazu gehören unter anderem intelligente Betriebsstrategien, optimierte Prozesskopplungen, digitale Werkzeuge sowie neue Ansätze zur Auslegung und Bewertung komplexer Energiesysteme. Die technologische Entwicklung befindet sich vielfach in einer Phase der Weiterqualifizierung und Integration bestehender Lösungen, weniger in der Entwicklung einzelner Basistechnologien.
Der strukturierte Wissenstransfer unterstützt insbesondere kleine und mittlere Unternehmen dabei, energetische Zusammenhänge besser zu verstehen, Effizienzpotenziale realistisch einzuordnen und systemorientierte Innovationsansätze zu entwickeln. Damit tragen die Projekte zur Stärkung eines ressourceneffizienten, resilienten und zukunftsfähigen europäischen Energiesystems bei.
Veranstaltungsüberblick
Netzwerktreffen
21. Mai 2026 Auftaktveranstaltung 10-14 Uhr (Präsenz)
Zur Auftaktveranstaltung wird das Projekt zusammen mit den drei Themenclustern vorgestellt. Daneben erhalten die Teilnehmenden einen Überblick über die geplanten thematischen Inhalte der Workshops sowie einen Ausblick auf die geplanten Veranstaltungen im ersten Projektjahr. Im Anschluss ist ein gemeinsames Beisammensein mit Verpflegung und Möglichkeiten zum fachlichen Austausch vorgesehen.
Link zur Anmeldung: Auftaktveranstaltung EnerTECH+
Veranstaltungsort:
Hochschule Hof, iisys-Gebäude, G-Foyer
Alfons-Goppel-Platz 1
95028 Hof
